15. Mai 2010
Ich halte ja selber nicht wirklich viel von Google, was da aber im Moment abgeht ist ein Facepalm erster Klasse:
Mit Datenschutz hat die gesamte Debatte gar nichts zu tun – klingt mir eher nach unreflektierter Hysterie. Denke da automatisch an 1938 und Krieg der Welten. Ich fasse also mal zusammen:
a) Häuserfassaden von der Straße aus fotografiert sind das öffentlichste der Welt
b) Ungesichertes WLAN = Haustüre offen stehen lassen = selber Schuld
c) Vom Streetview Wagen beim öffentlich Pissen erwischt werden = selber Schuld UND: Personen werden verfremdet und sind nicht mehr erkennbar (“könnte vllt XY sein” ist das Maximum)
d) Wir haben Gesetze die es einem Fotografen ermöglichen ohne Anwalt aus dem Haus zu gehen. Diese gelten auch für Google, in positiver und negativer Weise.
Die Rechtsprechung ist in diesem Falle auch sehr unterschiedlich: Man kämpft immer noch mit den Problemen, die das Internet selbst mit sich brachte. Das hat wenig mit Streetview, sondern viel mit der ungenügenden Regelung der Rechtsverhältnisse im Netz zu tun. Dazu kommt eine Kultur und Generationsmischung mit völlig verschiedenen Ansichten der jeweiligen Themengebiete:
Während Person A Angst hat, dass ihr Auto auf dem Aldi Parkplatz geknipst werden könnte (Geständnis: Ich zähle mich zu B, die das nicht nachvollziehen können), ist es Person B völlig egal und sie nimmt diese Entwicklung als einen logischen technischen Fortschritt digitaler Straßenkarten. Person C ruft zur Hexenverbrennung auf, sobald nur das Wort “Internet” gesagt wird (“Es ist der Satan, da gibts nur Schweinereien und Gewaltvideos – habe ich gehört, ich kann kein Internet”) während Person D lieber was anderes macht und Streetview so interessant wie eine Ziege im Geschirrspüler findet und demnach nicht mit dem Thema belästigt werden möchte.
Ich bin jedenfalls froh, dass ich das nicht regeln muss. Aber ich kann es kommentieren, was viel mehr Spaß macht – Internet sei dank. Und ich freue mich darüber, dass seit Streetview die Möglichkeit besteht, Parkmöglichkeiten auszukundschaften, bevor man irgendwo hinfährt. Oder man sich die Umgebung des Hotels ansehen kann und nun schnell rausfindet, dass der Prospekt schlimmer lügt als Joseph Göbbels. Oder sich einen Überblick darüber zu machen, wo Freund X nun eingezogen ist.
Holadio.
17. März 2010
30. Dezember 2009
Man liest manchmal von den “gemäßigten Kräften”, welche endlich die “Oberhand haben”. Leider kommt das zu selten von Anfang an vor, ich glaube auch zu wissen, warum:
Mäßigung und Abwägung ist langweilig. Man kann sich da nicht so gut gruppenzugehörig fühlen und schlechter mitgröhlen, auch fehlt das eindeutige Feindbild. Schwarz/Weiß funktionierte zur Informationsübermittlung immer sehr gut. Die Meisten ziehen dann auf einer der beiden Seiten mit, egal ob es sie in Wirklichkeit gibt oder nicht. Hinterher fühlen sie sich “betrogen”, weil ihnen gesagt wird, dass diese Aktionen und Aussagen natürlich überspitzt und realitätsfern waren, nun da man an der Macht ist, funktioniert das natürlich alles anders.
Ich finde es immer wieder deprimierend, wie einfach man doch eine ganze Nation beeinflussen kann. Die Krone der Schöpfung hat den ganzen Segen moderner Informationsbeschaffung zur Verfügung und rennt dann doch dem hinterher, der am lautesten Krakeelt.
29. Oktober 2009
11. Oktober 2009
Haha … der Idiot. Dass der wirklich glaubte mit mit seinem Immunitätsgesetz durchkommen zu können. ^^ Für so bescheuert habe ich den nicht gehalten, auch wenn er echt balla balla in der Rübe ist. Hoffentlich rollen sie noch ein paar weitere Fälle auf und stopfen ihn zu dem Anwalt in den Knast, den er damals bestochen hat. Die Welt würde sofort ein kleines bisschen besser werden.
11. August 2009
24. Juli 2009
Der will Scheffe von Honduras werden! oO
link
http://www.golem.de/0907/68552.html
Endlich wird es ruhig im Internet. Nachdem sie alle Kinderschänder erfolgreich gestoppt hat, wird uns nun der gute Umgang miteinander beigebracht. Dass es so etwas wie “Netiquette” schon seit Ewigkeiten gibt, sollte ja bekannt sein. Aber: Macht ja nix! Bereits existierendes als die eigene Idee verticken, das macht die Menschheit ja schon seit tausenden von Jahren.
Von daher: Find ich Doppelplusgut, dass wir uns nun endlich alle lieb haben. Und alles dank unserer tollen Familienministerin, die endlich ihren A**** aus unserer schönen Onlinewelt schwingen sollte auch noch dafür sorgen könnte, dass ich nicht mehr aus versehen “Popo” sage. Es könnte jemand psychische Schäden davontragen, ein Stopschild vorm Gesicht würde helfen. Ich biete das Patent “Schild mit Gummizug” an. Passt jedem … und: man sieht das Gesicht nicht mehr, was manchmal einen netten Nebeneffekt bedeutet. Ein Testexemplar stelle ich gerne zur Verfügung.
3. Juli 2009
24. Juni 2009
Köln [faketicker]: Die diesjährige Gamescom steht voll im Zeichen der
aktuellen Jugendschutzpolitik. So wurde es den Anbietern nahe gelegt,
auf sämtliche Gewaltspiele zu verzichten. Gezeigt werden nun neben
Grillsimulationen auch Neuauflagen von Pac Man und das sensationelle
Teletubby-Spiel “Lulu im Lalaland”.
Erstmalig präsentieren auf der Messe auch Parteien neue, pädagogisch
wertvolle Computerspiele.
Die SPD stellt “Umfallando” vor, ein neues Wii-Sportspiel, bei dem
man mit dem Nunchuk im After möglichst oft umfallen muss. Der Packung
liegt neben schwarzen Latextütchen zum hygienischen Überziehen des
Nunchuks auch eine Schachtel Bauchscherztabletten bei.
Ebenfalls vorgestellt von der SPD wird “rePRESSant”. Bei diesem
Geschicklichkeitsspiel gilt es, möglichst viele Stimmen einer Gruppe
zu ignorieren, um von der Presse als Maulheld des Jahres gefeiert zu
werden.
Auch die CDU ist mit zwei Spielen vertreten. Bei dem vom
Familienministerium empfohlenen “Stopp das Kroko” gilt es, möglichst
viele hässliche Bilder (zum Beispiel von Personen ohne Frisur) mit
einem Stoppschild zu bedecken und ein Krokopädil daran zu hindern,
dahinter zu schauen.
Als einziges Gewaltspiel auf der Messe zeigt die CDU außerdem
“Piratenhatz”. In dieser 3D-Wheelchair-Simulation geht es darum,
Piraten zu jagen und abzuschlachten, bevor sie das 5%-Level
erreichen. “Pädagogisch äußerst wertvoll für uns” kommentiert das
Ministerium für Repressalien und Volksüberwachung dieses Spiel.
Quelle: heise.de
Das Krokopädil! Lol! xD